Jeder der Wintersport betreibt, vielleicht auch in einer der hier vorgestellten Skiregionen, benötigt dazu entweder Schnee oder Eis. Auf jeden Fall also Wasser in gefrorener Form. Aber haben wir uns eigentlich überhaupt einmal gefragt, was sich da eigentlich unter unseren Brettern, unter unseren Kufen oder einfach unter unseren Schuhsohlen (beim Curling) befindet. Beim Eis scheint die Antwort schnell gefunden zu sein, aber was ist eigentlich Schnee ?
Diese weiße Pracht besteht natürlich fast ausschließlich, von Einschlüssen einmal abgesehen, ebenfalls aus Wasser. Fest steht, dass Schnee eine Form von Niederschlag ist, und zwar die am häufigsten auftretende Form festen Niederschlages. Schnee entsteht in den Wolken dann, wenn sich an Kristallisationskeimen, wie etwa feinsten Staubpartikeln, unterkühltes Wasser anlagert und gefriert. Dabei entstehen Kristalle, wobei dieser Vorgang erst bei Temperaturen unter minus 12 Grad Celsius einsetzt. Ohne das Vorhandensein von Kristallisationskeimen kann Wasser bis zu minus 40 Grad Celsius flüssig bleiben. Die nun entstehenden Eiskristalle, anfangs weniger als ein Zehntel Millimeter groß, fallen wegen ihres zunehmenden Gewichtes nach unten und wachsen weiter an. In der Luft enthaltener Wasserdampf geht dabei direkt in den festen Aggregatzustand, also Eis, über. Wir sprechen hier vom Vorgang einer Resublimation. Dabei entstehen Kristalle in sechseckiger Form. Dies hat seine Ursache in den Wassermolekülen selbst, die nur Strukturen mit exakten Winkeln von 60 respektive 120 Grad zulassen. Allerdings sind unterschiedliche Stammformen von Schneekristallen zu beobachten, die abhängig von der Temperatur sind. Bei sehr niedrigen Temperaturen werden Prismen oder Plättchen gebildet, bei nicht so tiefen Temperaturen entstehen eher sternförmige sechsarmige Dendriten. Das Kristallwachstum wird maßgeblich auch von der herrschenden Luftfeuchtigkeit beeinflusst. Wenn sich die Schneekristalle bilden, geben diese Wärme ab und die Temperatur in der Wolke steigt an. Herrscht nun eine gewisse Thermik, bewegen sich die Schneekristalle auch waagerecht. Die thermischen Vorgänge in der Wolke können dafür sorgen, dass die Schneekristalle mehrfach auf- oder angeschmolzen werden und neue Kristallstrukturen ansetzen. Dies erklärt die oftmals vollkommen ungleichmäßigen und unsymmetrischen Formen von Schneeflocken. Dies soweit zur Entstehung von Schnee in seinen unterschiedlichen Formen. Der Wintersportler spürt diese unterschiedlichen Schneearten spätestens dann, wenn er vor die Frage gestellt wird, welches Wachs er verwenden soll oder ob er besser auf No-Wax-Ski zurückgreift.