Wenn man in Deutschland einen schönen Winterurlaub verbringen möchte, müssen es nicht immer die Alpen sein. Auch die deutschen Mittelgebirge, allen voran das Erzgebirge, bieten gute Voraussetzungen für einen perfekten Urlaub in der kalten Jahreszeit, so nicht ein Tief nach dem anderen aus südwestlicher Richtung über Mitteleuropa zieht und milde Luftmassen mit sich bringt. Aber auch dann sind die höheren Lagen des Erzgebirges von Mitte Dezember bis Mitte März noch schneesicher. Rund um den Fichtelberg, der mit knapp 1215 m über N. N. der höchste Berg auf der deutschen Seite des Erzgebirges ist, finden sich ideale Abfahrtspisten und Loipen. Der Wintersportler kann sich also sowohl alpin als auch nordisch betätigen. Das Zentrum für alle sportbegeisterten Winterurlauber ist sicherlich der Luftkurort Oberwiesental. Von hier aus führt eine Seilbahn auf den Gipfel des Fichtelberges. Auch mehrere Schlepp- und Sessellifte sind vorhanden. Auf dem Gipfel finden sich im neu errichteten Fichtelberghaus gastronomische Einrichtungen, die für das leibliche Wohl der Skifahrer und Wanderer sorgen. Sehr beliebt ist die Fichtelbergbahn, die auf einer Schmalspurstrecke von Cranzahl nach Oberwiesental verkehrt und noch Dampflokomotiven einsetzt. Aus dem Erzgebirge stammen viele international erfolgreiche deutsche Wintersportler. Der bekannteste von ihnen ist sicherlich der aus Oberwiesental gebürtige Skispringer Jens Weißflog, der mehrere Weltmeisterschaften und Olympiasiege errang. Direkt gegenüber dem Fichtelberg liegt auf dem Territorium der Tschechischen Republik der etwas höhere Keilberg (1244). In den heutigen Zeiten der offenen Grenzen nutzen viele deutsche Winterurlauber diese Alternative, da die Preise für Verköstigung und Lifte auf der tschechischen Seite doch etwas günstiger sind.
Weitere nennenswerte Berge im Erzbebirge sind der Eisenberg (1028 m), der Auersberg (1019 m) und der Taufichtig (1001 m) auf deutscher Seite und neben dem bereits erwähnten Keilberg der Božídarský Špičák (1115 m), die Meluzína (1094 m), der Plešivec (1028 m) und der Blatenský vrch (1043 m) auf der tschechischen Seite. Die Staatsgrenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechischen Republik verläuft fast deckungsgleich mit der Kammlinie des Erzgebirges.